Das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) versus das Europäisches Lieferkettengesetz (CSDDD)

Das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) versus das Europäisches Lieferkettengesetz (CSDDD)

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – dieser Zungenbrecher ist bei den Unternehmen und insbesondere bei den Einkäufern in aller Munde.
Vor kurzem wurde ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene beschlossen. 

Bereits im September 2023 hatten wir einen Beitrag zu dem LkSG, bei dem auch die ersten Gedanken und Planungen zum EU-LkSG beschrieben wurden. (Das Lieferketten-sorgfaltspflichtengesetz – Nachhaltigkeit ist nicht nur teuer (procurementbuddies.com)

Nachfolgend möchten wir euch weitere Informationen zu der neuen CSDDD, oder auch EU-LkSG genannt, geben und aufzeigen inwieweit diese mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz übereinstimmt und wo es Unterschiede gibt.

Nach wie vor spüren wir eine sehr hohe Unsicherheit in den Unternehmen hinsichtlich der Betroffenheit oder auch der Auswirkungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
Was mache ich, wenn mir ein Kunde hierzu ein Schreiben zukommen lässt und ich mal eben einfach so unterzeichnen soll? Bin ich LkSG-konform aufgestellt? Muss ich mich mit dem Thema überhauptauseinandersetzen?

Nach über zwei Jahren Bearbeitung und Auseinandersetzung mit dem LkSG, hatte sich einer unserer Kunden genau die oben aufgezeigten Fragen gestellt. Unser Kunde war sich völlig unsicher, ob das bis dahin Umgesetzte ausreicht oder ob noch elementare Bausteine fehlen.

Eines wurde aber recht schnell klar: Durch die gesellschaftsrechtliche Konstellation, musste man sich mit dem Thema befassen und das Unternehmen nach den LkSG-Richtlinien aufstellen.

Aufgrund der bisherigen Schwierigkeiten, sowie der großen Verunsicherung im Unternehmen wurden wir daraufhin um Unterstützung gebeten.

Unser Phasenmodell – in drei Modulen das LkSG meistern

In den LkSG-Projekten setzen wir ein bewährtes Drei-Phasen-Modell ein, mit welchen wir unsere Kunden mit einem bewährten Prozess in den Fragen des LkSGs unterstützen.

In der Analyse- und Strategiephase haben wir uns ganz konkret angesehen, wo das Unternehmen steht und ihm dem Weg aufgezeigt, was bis zur Erreichung der LkSG-Konformität noch umgesetzt werden muss.

In diesem Fall hatte man die Risikoanalyse nicht korrekt und unvollständig durchgeführt und man hatte die Rückantworten der Lieferanten nicht weiterverarbeiten können. Zudem gab es weder eine nachvollziehbare Dokumentation noch eine nachvollziehbare und transparente Archivierungsstruktur.

In unserer Umsetzungsphase haben wir die besprochenen und aufgezeigten Punkte in Zusammenarbeit mit dem Kunden durchgeführt. Hier gehen wir auf operativer Ebene in die gemeinsame konkrete Umsetzung:
Durchführung einer vollständigen und umfassenden Risikoanalyse, Sensibilisierung und Schulung der Lieferanten, Prüfen der Dokumentationen, Aufbau eines Risikomanagements,

Aufbau einer Dokumentationsstruktur, Etablierung in die bestehenden Prozesse usw.

Innerhalb von nur 27 Tagen konnten wir den Kunden zur LkSG-Konformität verhelfen, was in den vorangegangenen, durch viel Zeitaufwand und Unsicherheiten geprägten zwei Jahren unvorstellbar gewesen war.

Unsere dritte Phase, die sog. Verankerungsphase, läuft bis zum heutigen Tage in Zusammenarbeit mit dem Kunden weiter, bei der wir bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Neben der Hilfe im Bereich des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hatten wir in einem der Workshops mit diesem Kunden auch über das europäische-LkSG gesprochen.

Zu diesem Zeitpunkt gingen aufgrund der Blockade der FDP noch alle davon aus, dass das Gesetz erst nach der Europawahl im Juni 2024 neu aufgerollt würde.

Doch plötzlich war Sie da: Die Vollzugsmeldung zum EU-LkSG – zur Überraschung aller.

Schnell war jedoch klar, dass es sich um eine deutlich abgeschwächte Kompromisslösung handelt. Ursprünglich war das Gesetz deutlich schärfer geplant.

Zum Beispiel wurde der Anwendungsbereich in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und dem jährlichen Umsatz der Unternehmen deutlich reduziert.

Zudem wurde die geplante Verschärfung bei definierten Risikobranchen komplett gestrichen. 

Wir haben dir die wichtigsten Unterschiede vom deutschen LkSG zum EU-LkSG nachfolgend auf einen Blick zusammengestellt

Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun innerhalb von zwei Jahren das Gesetz in nationales Recht umsetzen.
Es ist davon auszugehen, dass man das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengsetz entsprechend anpassen wird.

Wir von KKSC sehen das LkSG (egal ob deutsches oder europäisches Gesetz) keineswegs als bürokratische Last – im Gegenteil: Die Unternehmen, die sich rechtzeitig mit dem Thema auseinandersetzen, zeichnen sich als Pionier aus und setzen sich deutlich gegenüber ihrem Wettbewerb ab. Das gilt auch für die indirekt oder entlang der Lieferkette betroffenen kleinen- und mittelständischen Unternehmen.

Die Kriterien des Lieferkettengesetzes werden für viele Kunden immer mehr zum entscheidenden Kriterium bei der Lieferantenwahl.

Zudem können die bestehenden Partnerschaften innerhalb der Lieferkette weiter gefestigt werden.

Wenn du dir auch die Frage stellen solltest, inwieweit dein Unternehmen direkt oder indirekt vom LkSG betroffen ist, oder du nähere Informationen haben möchtest, wie du mit Schreiben deiner Kunden diesbezüglich umgehen sollst oder auch wie sich das neue EU-LkSG auf dein Unternehmen auswirkt, dann starte jetzt mit unserem kostenlosen LkSG-Reifegradcheck, der dir innerhalb von wenigen Minuten deinen Stand, sowie die passenden Handlungsempfehlungen aufzeigt.
Du findest unter dem folgenden Link den Weg zu deiner LkSG-Reifegradprüfung: LkSG Reifegradüberprüfung – Kivanc Karakoc I Sourcing & Consulting

Wir freuen uns über den Austausch und eure Erfahrungen, sowie Herausforderungen, die ihr rund um das deutsche, als auch europäische Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gemacht habt.

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